30.11.2017

in Ratgeber

Walter Wildhagen

Diplom Ökonom Walter Wildhagen ist unabhängiger Finanzexperte (CFP®) mit über 25 Jahren Erfahrung. Regelmäßig erkundet er für Sie die Grenzen und Möglichkeiten der Finanzwelt in praxisnahen Beiträgen und auf seinem LinkedIn Profil.

Sie wünschen eine individuelle Einschätzung oder möchten Ihre Allokation anpassen?
Walter Wildhagen begleitet Sie gern mit maßgeschneiderten Lösungen für Ihre Vermögensstruktur – nutzen Sie gern das kostenfreie Erstgespräch.

Was ist eine „aktive“ und was eine „passive“ Anlagestrategie?

Der weltweit größte Teil der auf dem Markt gehandelten Investmentfonds wird aktiv gemanagt.

Was ist aktives Vermögensmanagement?

Einfach ausgedrückt: Wenn Sie versuchen, Ihre Intelligenz und Zeit dafür einzusetzen, dass Sie an den Finanzmärkten gute Geschäfte machen, weil Sie der Meinung sind, dass Sie ein gutes Markettiming haben und Stock-Picking betreiben können. Dann betreiben Sie aktives Vermögensmanagement
Weitere Kennzeichen einer aktiven Anlagestrategie sind:

  • Stock-Picking: Der Anleger oder Fondsmanager ist bestrebt, auf Basis der ihm zur Verfügung stehenden Informationen die attraktivsten Anlagemöglichkeiten, etwa Aktien oder Anleihen, herauszusuchen.
  • Timing: Der Investor will möglichst den günstigsten Zeitpunkt erwischen, in einen Markt oder ein Unternehmen ein- oder auszusteigen, im Idealfall also zum niedrigsten Kurs kaufen und zum höchsten verkaufen.
  • Überrendite: Ziel ist, besser als der Markt zu sein, also eine „Überrendite“ oder „Outperformance“ zu erzielen. Fondsmanager wählen deshalb einen Vergleichsindex, eine sogenannte Benchmark, die sie schlagen wollen.
Was ist passives Vermögensmanagement?

Passives Vermögensmanagement verzichtet darauf, vermeintlich besonders attraktive Wertpapiere auszuwählen, Kurse zu prognostizieren oder nur zu ganz bestimmten Zeitpunkten ein- und auszusteigen. Man will nicht die Rendite eines Vergleichsindex übertreffen, sondern diesen bei möglichst geringen Kosten nachbilden und eine vergleichbare Rendite bei vergleichbarem Risiko erzielen. Passive Fonds sind somit das Spiegelbild eines Marktes oder eines Marktsegments.

Eine passive Anlagestrategie verfolgen bedeutet, den Markt nicht schlagen zu wollen, sondern sich mit der Marktrendite zufrieden zu geben. Dazu sollten Sie in Finanzprodukte investieren, die den Markt so gut wie möglich abbilden.
Aktive Strategien denken und handeln kurzfristiger, weil Sie aufgrund der Ziele und Marktinformationen schnell handeln wollen und dadurch hoffen, Chancen nutzen zu können.
Passive Strategien sind eher für langfristige Investitionen geeignet, da man nicht auf kurzfristige Erfolge durch Marktinformationen setzt, sondern den Markt als Information als solches nutzt.

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